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Die Hitradio Namibia Safari

"Afrika-Light". So wird Namibia gerne genannt. Es ist ein stabiles und daher ein sicheres Reiseland. Den Zauber Afrikas bekommt der Besucher aber trotzdem auf vielfältige Weise zu spüren. Die Hitradio Namibia Safari versucht das Land so vielseitig vorzustellen, wie es sich einem präsentiert. Navigieren Sie sich durch die Karte auf der linken Seite und entdecken Sie Geschichten, die Sie so von Namibia noch nicht kennen!
Viel Vergnügen wünscht das Safari-Team – Iyad, Martin & Martin.

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01 Windhoek

In Windhoek, Namibias Hauptstadt, beginnt unsere Reise durch ein Land, das immer wieder versucht einen Spagat zwischen Tradition und Moderne zu meistern. Und irgendwie ist die Stadt, die ihren Namen dem Wind verdankt (zu Deutsch etwa „windige Ecke“), ein gutes Beispiel für diesen Spagat.

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Die kolonialen Überbleibsel schmücken die Stadt zwar immer noch, dazu gesellen sich aber auch immer wieder moderne Bauten, wie der Old Mutual Tower, das Hilton Hotel oder das, von Kritikern als „Waschmaschine“ degradierte Unabhängigkeitsmuseum.

Die Baustelle an der größten Shopping Mall der Stadt zeigt das unaufhaltsame Wachstum der Stadt. Mittlerweile leben in Namibias „Metropole“ 450.000 Menschen, zählt man den pulsierenden Stadtteil Katutura dazu, der längst dabei ist seinen Ruf als armes Township abzulegen. Vor 10 Jahren waren es noch nur 300.000 Einwohner.

Verstädterung führt zwangsläufig aber auch zu erhöhter Arbeitslosigkeit. Um dieser entgegen zu wirken, steht die Regierung um die SWAPO vor großen Herausforderungen.

Nicht wenige kritisieren die Politk der „Ovambo-Partei“, die seit Namibias Unabhängigkeit vor gut 24 Jahren unaufhörlich die Regierung bildet.

In der offiziellen Korruptionstabelle steht Namibia für afrikanische Verhältnisse zwar ganz gut da, der Bau des recht imposanten Präsidentenpalastes etwa oder die hohe Veteranenrente kamen allerdings nicht überall gut an.

Windhoek ist aber nicht nur die Heimat für die Regierung (im wirklich sehr schönen Tintenpalast samt prächtigen Garten) sondern auch für viele Firmen, denn Windhoeks Industrie ist neben der Landwirtschaft und dem Tourismus Namibias wichtigstes Gut.

Hotel-Empfehlung in Windhoek: Hotel Heinitzburg from Hitradio Namibia Safari on Vimeo.

Sogenannte Sehenswürdigkeiten sind die kleine, aber feine Christuskirche, Meteoroiten in der Post Street Mall und die Alte Feste samt Reiterdenkmal, das vermutlich im Zuge des Wahlkampfes ein zweites Mal umziehen musste.

Ängstliche und abenteuerliche Typen kommen in Windhoek beide zurecht. Das zeichnet die Stadt aus. Sie ist in den meisten Gebieten sicher, man kann seine Ruhe haben oder man möchte etwas erleben. Dann kann man mit lokaler Begleitung auch mal einen Markt in Katutura besuchen, wo es sich lohnt „Kapana“ auszuprobieren.

Frisch gegrilltes Rindfleisch wird hier in kleinen Stücken an mehreren Grills verkauft. Man taucht das Fleisch dann in eine Gewürzmischung, die von sehr mild bis ausgesprochen Scharf reicht, und unterhält sich mit dem Arbeiter, der hier jeden Tag herkommt. Berührungsängste sind unnötig

02 Rehoboth & Oanab Damm

Wer in Namibia der geschäftigen Hauptstadtatmosphäre von Windhoek entfliehen möchte, macht sich oft auf die Reise in Richtung Rehoboth. Die Windhoeker mögen eine kleine Auszeit und fahren auf der B1 in Richtung Süden. Gesäumt von Buschlandschaft verlässt man Windhoek auf einer schnurgeraden Straße, auf der am Horizont zwei Wölkchen in den Himmel getupft sind. Der Oanob-Damm ist das Ziel und für viele Einheimische eine Seltenheit.

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Der Ausblick auf einen ruhenden See ist in Namibia sehr rar und bietet vielfältige Aktivitäten. So kommt der meditierende Angler auf seine Kosten, aber auch Adrenalinjunkies können sich beim Wasserski austoben. Eingefasst von steinigen Felsvorsprüngen und Dornenbüschen weht ein leichter Wind über den See. So viel Wasser in einer derart trockenen Region – ein spezieller Anblick.

Der Oanob-Damm wurde 1990 fertiggestellt und fungiert als Stausee. Insgesamt fasst der Oanob-Stausee ca. 34,500 Millionen Kubikmeter Wasser und ist die Hauptwasserversorgung für Rehoboth.

03 Kalkrand & Omomas Waisenhaus

Erreicht man Omomas in der Nähe von Kalkrand (Hardap Region) wird man umgehend von einer großen Gruppe lächelnder Kindergesichter empfangen. Die Atmosphäre ist herzlich. Während sich die einen Kinder direkt vorstellen, verstecken sich die anderen noch und betrachten den Besucher aus der Entfernung. Das Omomas Care Center kümmert sich um verwaiste Kinder und Straßenkinder, die hier einen Zufluchtsort finden.

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Im Fokus steht die Weiterbildung der Kinder. Eine integrierte Primary School hilft bei der schulischen Ausbildung – rund 80 Kinder leben aktuell in dem Heim. Betreut werden sie von vier freiwilligen Volunteers aus Deutschland und drei Aunties, die sich ebenfalls um die Versorgung der Kinder kümmern. Ein Projekt, das nur finanzierbar durch Spendengelder ist. Der Verein Pro Namibian Children aus Köln sorgt dafür.

Für viele der Kinder ist das Projekt ein Rettungsanker, ohne familiäre Unterstützung können die Kinder im Omomas Care Center viermal am Tag essen. Ein eigenes Bett und ein Dach über dem Kopf sind leider für viele namibische Kinder nicht die Regel.

Ein Hauptziel ist es, den Kindern praktische Qualifikationen und Erfahrungen schon in der Grundschule zu vermitteln. So ist ein eigener Garten mit Anbau von Zwiebeln, Karotten und Salat Teil der gemeinnützigen Arbeit. Jede Woche werden die Kinder auch über AIDS aufgeklärt und grundlegende Hygiene-Standards wie Zähneputzen und Duschen werden den Kindern nähergebracht.

Diese Arbeit erfolgt vor allem durch die Volunteers, die alle drei Monate ausgewechselt werden. Gemeinsame Projekte wie ein Baumhaus zu bauen, jeden Samstagabend einen Film zu schauen oder Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen, fördern dabei den Zusammenhalt. Ein besonderer Ort, den es sich lohnt einmal anzuschauen.

Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es auf der offiziellen Website des Projekts:
www.pro-namibian-children.de

04 Kalahari

Reden wir mal über das „typische“ Namibia. Wenn sich Namibia nämlich so präsentiert, wie man es an 250-300 Tagen im Jahr kennt, dann spricht man von der Kalahari zurecht als von einer Halbwüste. So, wie sich die Kalahari allerdings in diesen Tagen präsentiert, fällt es einem schwer.

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Hüfthohes, saftiges Grün und der Duft von frisch gefallenem Regen. Die Kalahari ist während einer guten Regenzeit im Ausnahmezustand. Rote Sanddünen, die einst vom Oranje von den südafrikanischen Drakensbergen ins Meer und von dort vom Wind in die Kalahari getragen wurden, bilden hier jetzt ein beinahe kitschiges Bild, wenn der offene Geländewagen auf einer der Dünen parkt und zwei Dutzend Touristen Rotwein schlürfend den Sonnenuntergang bejubeln. „Wunderschön“.

Die Oryx-Antilopen, Kudus, Springböcke oder Zebras juckt diese Kalahari-Hysterie wenig. Sie sehen zufrieden aus und stören sich nicht an uns. Einzig ein paar Strauße äußern ihre Skepsis ob der zwei Touristentrucks, die ihre Wege kreuzen, indem sie zweimal kräftig fauchen.

Die Kalahari ist auf alle Fälle ein Erlebnis. Besonders in den Morgenstunden. Nachdem es am Abend kräftig geregnet hat, malt der „Wettermann“ am Morgen eine Szenerie, die kein Maler dieser Welt besser aufs Papier bringen könnte. Die schleierhaften Wolken erscheinen in allen denkbaren Rot- und Gelbtönen, das Gras leuchtet so stark, das man den Eindruck bekommt, hier wurden die Halme über Nacht in Silber getaucht.

Man wird in solchen Momenten komischerweise zwangsläufig sentimental. Keine Ahnung warum, vielleicht weil einem bewusst wird, dass man solche Momente viel zu selten genießt.

Entschleunigt wurden in diesem Moment allerdings nur wir. Wo am Vortag zum Sonnenuntergang noch zwei volle Jeeps ins Feld gefahren sind, waren wir am Morgen die Einzigen im Wagen von Praktikantin Peta. Abfahrt um 5:45h ist den meisten Touristen dann doch viel zu früh. Ist ja schließlich Urlaub. Wir können aber konstatieren: Mehr Urlaub als diesen Sonnenaufgang hatten wir bis dato nicht.

Mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es bei der Kalahari Anib Lodge von Gondwana.

05 Keetmanshoop

Wenn man jetzt mal ganz objektiv ist, dann kann man Keetmanshoop immer noch zumindest als verschlafenen Ort bezeichnen. Der Central Park im „Stadtzentrum“ ist ein guter Aufhänger dafür. Vereinzelt flüchten Menschen hier vor der Sonne unter einen Baum und chillen. So richtig aktiv will da keiner werden, was der Park auch zu spüren bekommen hat. Wo noch Grünflächen sind, liegt sicher auch die ein oder andere Plastikflasche. Der Rest des Parks, war mal Park. Wahrscheinlich.

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Es ist schwer Keetmanshoop einzuordnen. Eigentlich ist die Stadt mit über 20.000 Einwohnern für namibische Verhältnisse eine große Stadt. Empfinden tut man anders. Das Provinzielle ist hier überall. Man spürt, dass der Süden von großer Armut betroffen ist. Nicht wenige Menschen tummeln sich um unser Auto, als wir vor einem Supermarkt unser Wasser kaufen möchten. „Sorry men, buy me bread“ fordert ein junger Mann, ein zweiter möchte etwas trinken. Ob das ein Trick ist oder echter Notstand lässt sich schwer herausfinden, fest steht: Die Menschen sind hier offensiver, die Polizeipräsenz entsprechend höher. Rückschluss auf eine hohe Kriminalität!?

Keetmanshoop wird oft im Zusammenhang mit dem Köcherbaumwald besucht. Rund 20 km nordöstlich der Stadt gibt es einen Platz, an dem auf relativ engen Raum, relativ viele dieser ungewöhnlichen Bäume stehen. Eigentlich sind es keine Bäume, sondern Aloen. Sie heißen so, weil die San daraus früher Köcher für die Zubereitung ihrer Mahlzeiten machten.

In seinem Buch „Hummeldumm“, bezeichnet sie der Bestseller Autor Tommy Jaud als „verbrannte Riesen-Broccoli“ und irgendwie trifft's das ziemlich genau. Wie auch immer, sie sehen ganz nett aus und es gibt sie halt nicht so oft. Beim Sonnenuntergang kann man auch ganz schöne Bilder machen. Oder man lässt es. Es scheint, als könnte man auch hier wieder ein Sinnbild für die ganze Region um Keetmanshoop sehen. Kann man schon mal besuchen, man zieht dann aber auch nicht trauriger weiter.

06 Fish-River Canyon

Die technischen Daten des Fish-River Canyon klingen immer nach Kampf. Ist er jetzt nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte Canyon oder nicht? Eigentlich ist das unwichtig, denn eines ist der Fish-River Canyon im Süden Namibias allemal: Imposant.

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Nach einer Fahrt durch trockenstes Gebiet, ahnt der Neuankömmling bei der Bezahlung des Permits noch nicht, was ihn gleich erwartet: Ein „Wow-Erlebnis“. Wir können an dieser Stelle nur versuchen auszudrücken, wie wunderschön der Blick hinab in die Schlucht ist, nämlich ziemlich schön.

Die verschiedenen Schichten des Canyon sind natürlich was für Geologen, aber auch der Laie (und wir drei sind ausgesprochene Laien auf diesem Gebiet), kommt auf seine Kosten. Wer besonders crazy drauf ist, wandert 3 Tage mit Eseln durch den Canyon Park. Das ist sogar tatsächlich buchbar.

Wer vor oder nach der Zeit am Canyon Action oder Entspannung braucht, kann im Canon Roadhouse so einiges entdecken. Die Erkundungstour beginnt auf der Herrentoilette, wo im intimsten Bereich eines Frauenbilds die Box der Pandora hängt. Laut Gondwana ist diese Box mit einem Fluch belastet und darf nicht geöffnet werden. Wenn doch, geschieht eventuell ein Unglück. Für wen, das überlassen wir mal Ihrer Kreativität.

Mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es auf der Homepage des Canon Roadhouse von Gondwana.

07 Ai-Ais

So, wie man den Namen ausspricht, vermutet man eine kalte Region. Aber Ai-Ais heißt genau das Gegenteil. Es bedeutet auf Nama „sehr heiß“ - und das ist recht logisch. Denn hier in Ai-Ais gibt es natürliche heißeQuellen, die recht unspektakulär, aber immerhin mit Temperaturen um 60°C, vor sich her blubbern.

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Richtig beliebt ist die Gegend bei Spa-Liebhabern. In dem staatlichen Thermalbad gibt es ein breites Angebot. Nicht wenige nutzen dieQuellen zur Rheuma-Therapie. Manchmal kann man auf Wanderungen rund um das Gebiet, Rosenquarze finden. Die Gegend um Ai Ais herum, wirkt wie eine Western-Kulisse. Felsige Bergketten zieren das Gebiet. Der Ai-Ais-Richtersveld TransfrontierPark ist bekannt für extreme Temperaturen. Während es im Winter schon mal unter den Gefrierpunkt gehen kann, brennt die Sonne hier im Sommer unerbittlich auf die braune Erde. Über 50°C werden dann locker erreicht.

08 Oranje-Region

Der Oranjefluss ist wahrlich ein toller Hauptdarsteller. Der Mittelpunkt für alles „drum herum“. Er liefert Leben, brachte einst Diamanten und Sand in weite Teile Namibias und ist auch heute noch ständig präsent. In Aussenkehr liefert er genug Wasser für eine riesige Traubenplantage. In der Hauptsaison arbeiten hier 12.000-15.000 Menschen.

Vor einigen Jahren gab es Streiks der Belegschaft, weil die Bezahlung und die Lebensbedingungen hier umstritten sind. Die Plantagen sind auf mehrere Firmen aufgeteilt. Die Arbeiter leben alle am selben Ort. Hunderte Schilfhütten bilden im Zusammenspiel mit dem Grün der Plantagen und dem Oranjefluss ein skurriles Bild.

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Adrenalinjunkies können auf dem Oranje Rafting machen. Kanu, Kajak – hier wird alles angeboten.

Die Strecke zwischen Aussenkehr und der Grenze zu Südafrika in Sendlingsdrift ist wirklich ein Genuss fürs Auge. Autofahrer haben hier auch viel Spaß. Wer mag, kann über eine klitzekleine Fähre nach Südafrika reisen.

Rosh Pinah ist sowas wie die namibische Grenzstadt. Nur 10km vom Oranjefluss, liegt die Stadt wie eine Oase in der trockenen Landschaft. Ganz klare Strukturen der Wege, Alleen von meterhohen Bäumen, bunte Mülleimer vor den Häusern – hier wirkt alles ein wenig wie in einer europäischen Kleinstadt.

Dass das hier so aussehen kann, ist auch den Minen zu verdanken. 2.500 Menschen arbeiten dort, vor allem Zink und Blei werden gefördert. Rosh Pinah hat zwei, drei kleine Lodges und wer Camping oder Self-Catering will, kriegt es im einfacheren aber sehr charmanten „Namuskluft“.

09 Aus

Wüste bedeutet ja meist, kaum Leben und triste Einsamkeit. Pustekuchen. Die Namib-Wüste in der Gegend um Aus hat ein Publikumsmagnet zu bieten, dass so manch einen verwundern lässt. Wilde Pferde! Irgendwo im Nichts tauchen plötzlich am Straßrenrand wilde Zossen auf. Rund 186 Pferde grasen hier die karge Landschaft ab.

Ursprünglich stammen diese aus der Zeit des ersten Weltkrieges als deutsche und südafrikanische Truppen ihre Pferde freiließen. Über Generationen haben sich die Rosse weiterentwickelt und sind mittlerweile vom sozialverhalten wilden Pferden sehr ähnlich.

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Piet Swiegers liegen die wilden Pferde der Namib am Herzen. Der Betreiber der Klein-Aus-Vista Lodge kümmert sich darum, dass die Touristen die hier zahlreich vorbeikommen, die Tiere beobachten können aber gleichzeitig auch nicht im natürlichen Verhalten gestört werden.

Meist sind die Pferde in der Gegend um Garub anzutreffen. Hier gibt es das einzige Wasserloch, was die Pferde mit Wasser versorgt. Wer sich auf die Lauer legen will, um diese zu beobachten, kann das sehr gut von einer extra installierten Aussichtsplattform.

Die Klein Aus Vista Lodge bietet auch geführte Touren an. Wandertouren durch die faszinierende Landschaft, über felsige Berge und durch das kniehohe goldene Gras sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

Für sportlichere Gäste stehen Mountainbikes parat. Um die Waden und Oberschenkel zu trainieren empfiehlt es sich eine der vorgegebenen Strecken abzufahren. Hier kommt man ins Schwitzen und hat gleichzeitig ein unvergessliches Erlebnis: Radeln zwischen Kudu und co.

10 Lüderitz & Kolmannskoppe

LUDERITZ – Vor der Stadteinfahrt steht es am Berg geschrieben wie auf den Hollywood Hills. Das ist dann wahrscheinlich aber auch die einzige Parallele, die man zwischen dem mondänen Los Angeles und der namibischen Küstenstadt ziehen kann.

Lüderitz hat noch so etwa 20.000 bis 25.000 Einwohner, die meisten leben erwartungsgemäß vom Hafen. Fischerei und so. Trotzdem ist der Ort nur sowas wie der kleine Bruder von Walvis-Bay, als Container-Umschlaghafen nicht ansatzweise so wichtig wie die Stadt nahe Swakopmund.

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Lüderitz hat viele schöne bunte Häuser und die Felsenkirche, von der aus man einen ganz hübschen Blick über die Stadt hat. Deutsche Straßennamen und Namen an Häusern erinnern noch an die frühere Zeit, aber viele deutschstämmige leben hier nicht mehr.

Der erste Deutsche der Stadt war Adolf Lüderitz, ein Bremer Kaufmann, den Lüderitz und einen Umkreis von 5 Meilen1883 gerade einmal 10.000 Reichsmark und 260 Gewehre gekostet hat. Lüderitz wirkte auf uns nicht unsicher, hat aber den Ruf nicht ungefährlich zu sein.

10km außerhalb der Stadt liegt vom Sand mehr und mehr wieder eingenommen, die „Geisterstadt“ Kolmanskuppe. Einst brach hier das Diamantenfieber aus. Mehrere, meist deutsche Familien, bauten sich nach 1908 eine kleine Stadt in die Wüste. Bäckerei, Krankenhaus, Eisfabrik. Es gab nichts, das es nicht gab. Im Krankenhaus zum Beispiel waren die modernsten Röntgenmaschinen installiert, denn nur damit ließ sich feststellen ob jemand Diamanten verschluckt hat. Und wenn’s um Diamantendiebstahl ging, verstanden die Deutschen keinen Spaß.

Das ist in Namibia aber noch bis heute so. Durch Teile des Sperrgebiets kommst Du nur mit einem Permit. Nach dem Diamantenrausch, ist in Kolmanskuppe die Zeit stehen geblieben, der Sand erobert nach und nach wieder sein Territorium zurück.

11 Nadeet Umweltprojekt

Eine spektakuläre Landschaft empfängt einen wenn man sich auf den Weg macht in Richtung NamibRand. Entlang der Tirasberge zieht sich die D707, eine der wohl landschaftlich schönsten Strecken Namibias. Riesige Berge kesseln die schier unendlichen Weiten der Steppe ein. Plötzlich tauchen Dünen auf – wir befinden uns im NamibRand Nautre Reserve.

Hier befindet sich auch NaDEET (Namibian Desert Environmental Education Trust). Ein Projekt, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat über die Umwelt und den Umgang mit erschöpfbaren Ressourcen aufzuklären. NaDeet bietet Schulklassen und interessierten Gruppen an, eine Woche im Center zu bleiben und dort an Workshops teilzunehmen.

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Das Essen wird hier nur mit Solarkochern zubereitet. Auch heißes Wasser wird durch mit Hilfe der Sonne erhitzt – denn die scheint hier oft genug. Im Vordergrund steht den Heranwachsenden spielerisch einen umweltfreundlichen Umgang mit der Natur beizubringen. So wird während der Woche der Stromverbrauch gemessen und der Wasserverbrauch notiert.

Zum Ende des Workshops wird gemeinsam der Müll getrennt. Doch neben diesen Challenges findet auch jeden Tag Unterricht statt. Der Spaß bleibt keinesfalls auf der Strecke, gemeinsame Wanderungen durch die Dünenlandschaft und gemeinsames Sandboarding stehen ebenfalls auf dem Programm.

Gegen Abend kann dann gemeinsam in die Sterne geschautwerden. Das kann man hier besonders gut, denn NaDEET befindet sich im Dark Sky Reserve. Eine Auszeichnung für Gegenden in denen darauf geachtet wird, dass es keine Lichtverschmutzung gibt. Das NamibRand Nature Reserve ist übrigens das erste Gebiet Afrikas, das diese Auszeichnung erhielt.

Besucher sind mit Anmeldung Willkommen, jedoch ist NaDEET keine klassische Unterkunft, dafür gibt es schon mal gar keine Kapazitäten. Wer sich aber über das Projekt informieren will, wird herzlich empfangen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden – auch Stephan Brückner ist ein großer Förderer von NaDEET.
Für mehr Informationen zu Nadeet: www.nadeet.org

12 Wolwedans

Stephan Brückner betreibt unweit von NaDEET eine Lodge, die der Merian kürzlich als „Lodge der großen Träume“ betitelt hat: Wolwedans. Sich vorzustellen, wie es möglich war, diese außergewöhnliche Unterkunft an diesem Ort zu bauen, ist schwer.

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Umringt von hohen Dünen und schimmernden Gras, hat Brückner hier eine eigene Infrastruktur geschaffen. Einen Garten mitten in der Wüste, eigene Elektrizität durch die Sonne, eine eigene Autowerkstatt. Doch das alles beruht auf Nachhaltigkeit.

Die gesamte Lodge ist auf Stelzen gebaut – und es fehlt an nichts. Purer Luxus– doch nicht um jeden Preis. Sollte es irgendwann mal soweit sein, dass Wolwedans nicht mehr existiert, holt sich die Natur alles zurück. Durch die Bauweise wäre ca. sechs Monate nach dem Abbau nichts mehr von der Lodge zu sehen.

Kein Wunder, dass diese fast schon unwirkliche Lodge auch große Namen anzieht. Brad Pitt und Angelina Jolie mieteten hierschon mehrmals für ein paar Wochen das gesamte Dune Camp.

Wolwedans besteht nämlich aus unterschiedlichen Unterkünften. Doch eines haben alle gemeinsam. Frieden. Es gibt hier keine Störungen. Mit Absicht gibt es kein WLAN, kein Handynetz, nur sich selbst und die Natur. Zu Abend ist man mit allen Gästen gemeinsam.

Nachhaltigkeit heißt bei Wolwedans aber auch Ausbildung. Brückner betreibt ein Restaurant in Windhoek, dort werden Köche ausgebildet und sammeln dann in der Desert Academy bei Wolwedans Praxiserfahrung. Regelmäßig kochen die Auszubildenden für die Gäste der Lodge.
Mehr Informationen: www.wolwedans.com

13 Tiras Berge

„Die schönste Straße Namibias“ ist für viele die D707, zwischen dem NamibRand Nature Reserve und Aus. Die Tirasberge bilden sowas wie eine Grenze zwischen der Dünenlandschaft im Nordwesten und der Savannenlandschaft im Süden. Eine wirklich bestechende Grenze, die Lichtspiele hier sind selbst für Namibia-Verhältnisse nochmal speziell.

Auch Andreas Lidl ist die D707 gefahren. Mit seinem VW T3 durchquert er in diesem Jahr mehrere tausende Kilometer auf dem afrikanischen Kontinent und einen großen Teil der Reise widmet er Namibia.

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Im „echten“ Leben ist er Elektriker und Baumfäller in der Nähe von Wesel. Mit seinem T-Shirt, der Brille und dieser ausgefallenen Karre macht er aber her den Eindruck eines Lebenskünstlers. Ein Jahr lang reist er alleine durch Afrika. Diese Zeit könne sich jeder Mensch nehmen, wenn es einem Wert ist. „Wir haben alle gleich viel Zeit“ sagt Andreas und ergänzt „nämlich ein Leben lang.“.

Ausgestattet ist Andreas Lidl ziemlich gut. Eine zehnseitige Packliste sorgt dafür, dass der Abenteurer nicht den Überblick verliert. Dort ist sogar beschrieben wo sich neben allen Ersatzteilen auch Alltägliches wie Toilettenpapier oder Kondome befinden und welche Anzahl.

Auf dem Dach des Liebhaber-Autos hat Andreas Solarzellen installiert, die kühlen die Coolbox, wenn er mal Tage irgendwo im Busch stehen bleibt. Zwischen totalerEinsamkeit und Zivilisation kann sich der Mann aus Wesel nicht so recht entscheiden. „Das ist Tagesform abhängig“. Manchmal lockt ihn die Wildnis, an anderen Tagen sucht er sich die Camps nach der Anzahl der Gäste aus.

Dann hat er ordentlich was zu erzählen, von seinem Trip jetzt und dem Leben davor. Denn Lidl war schon mal ein Jahr weg. Damals in der Mongolei. Der Mann nutzt wirklich das eine Leben um die Welt zu sehen, Namibia und die Tirasberge gefallen ihm.

14 Naukluft

Die Naukluft überzeugt durch eine unbeschreibliche Schroffheit, prächtige Felsvorsprünge und die exklusivsten Swimming Pools des Landes. Hier kann man stundenlang durch die eindrucksvolle Kulisse Wandern, ohne dass es einem auch nur annähernd langweilig wird.

Gut gekennzeichnet sind die Wanderrouten, jedoch muss man immer wieder die Augen aufhalten. Zudem braucht es anständige Waden, denn die Wege sind steil und ab und zu muss leicht geklettert werden.

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Wer so mutig ist und sich auf den Weg macht, wird mit großer Sicherheit von ein paar aufgeweckten Pavianen begleitet. Die Affen hausen nämlich ganz gerne in der Bergkulisse. Somit ist das Naukluft-Gestein, welches über eine Milliarde Jahre alt ist, sicherlich nicht nur interessant und imposant für Geologen. Über 850 Quadratkilometer zieht sich das Naukluftgebirge, die Eindrücke die man hier sammelt, lassen sich aber nicht in irgendwelchen Zahlen wiederspiegeln.

Nicky und Johan Steyn leben auch in dieser besonderen Gegend und sie selbst sind schon auch zwei besondere Menschen, die ein nicht minder besonderes Camp betreiben. Den Steyns gehört das „Tsauchab River Camp“.

Unzählige Eisenskulpturen empfangen den Besucher und ziehen sich über das gesamte Areal des Camps. Egal ob aus alten Schrauben, Badewannen oder Werkzeugen – aus Schrott entsteht hier Kunst. Johan Steyn hat jede einzelne Figur, jede Skulptur selbst gebaut und liebevoll auf dem Gelände platziert.

Die exklusiven Campsites, meist am Flussbett gelegen oder im eigenen Urwald, sind einzigartig. Baumduschen und offene Toiletten, die einen Blick in die weite Steppe ermöglichen – alles inklusive.

Zu Familie Steyn gehören auch noch drei Töchter. Die Mädels, wie könnte es anders sein, besuchen natürlich auch eine ganz besondere Schule. Gelernt wird nämlich im eigenen Garten. Kein Scherz – da das Tsauchab River Camp so exklusiv in der Natur liegt, wäre die Alternative für die Steyns nur ein Internat für die Töchter gewesen. Also bauten die Eltern für die eigenen drei Kids ein eigenes Schulgebäude mit Schulhof und Spielplatz.

Eine Lehrerin wurde in Zusammenarbeit mit der Windhoek Afrikaans Privat School auch schnell gefunden. Auf das Stellengesuch gab es über 80 Bewerbungen, umgehend wurde ein Heim für die Lehrerin auf der Farm gebaut. Mittlerweile unterrichtet sie hier seit fünf Jahren. Für die Prüfungen müssen die Steyn-Töchter jedoch nach Windhoek. Ihre Exams schreiben sie an der Windhoek Afrikaans Privat School.

15 Sossusvlei & die höchsten Dünen

„Stellt Euch vor, ihr lauft am Strand – aber Bergauf“ – so beschreibt Vinzent (25) den Anstieg zur höchsten Sanddüne der Welt. „Big Daddy“ ist im Sossusvlei-Park die Herausforderung für Ambitionierte.

Während die Sonne gnadenlos auf das Haupt knallt, erwischt man sich beim Anstieg bei den sinnlosesten Gedankenspielen. Die gehen dann etwa so: „Gibt es überhaupt eine Zahl für die Sandkörner dieser Mega-Düne“? oder: „Könnte man hier nicht einen Lift hin bauen?“.

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Irgendwie muss man sich ablenken, aber die spektakuläre Szenerie tut ihr übriges. So weit das Auge reicht, nichts als Sand und nochmal Sand. In einigen der Dünen wächst sogar ein Busch heraus, kleine Tok-Tokkie Käfer sprinten entlang der Düne und eine Sandviper gräbt sich unter die Körner – perfekt getarnt und bereit zum Angriff.

Nicht auf uns. Wir sind nur Nebendarsteller. Der Wind sorgt hier schon dafür, dass unsere Spuren schnell wieder verschwinden.

Wie beliebt Namibias Vorzeigesehenswürdigkeit ist, wird erst deutlich, wenn man abends am Buffet der „Namib Desert Lodge„ steht. Busse weise werden Touristen hier einquartiert, die Lodge muss schon ziemlich gut sein.

Und die Wüste Namib ist in der Form einzigartig auf der Welt. Nirgendwo gibt es höhere Dünen, keine Wüste ist älter. Namibier zahlen 30N$ Eintritt, Ausländer 80N$. Was einem dafür geboten wird, kann kein Geld bezahlen. Eine Landschaft, unbarmherzig paradiesisch.

Früh sollte man in den Park gehen um beim Wandern der brütenden Mittagshitze auszuweichen. Wer will, kann mit dem Heißluftballon einen Blick von oben riskieren, oder eben „Big Daddy“ erklimmen. Der Blick von dort ist ebenfalls speziell – und die Düne wieder runter zu rennen, entlohnt für alle Strapazen.

16 Walvis Bay

Wenn Jeanne morgens um 8:00h entlang der Salzpfannen vor Walvis Bay auf dem Weg zum Pelican Point ist, schlafen die Flamingos und Pelikane noch im knöcheltiefen Wasser am Straßenrand.

Seit 17 Jahren fährt die gebürtige Südafrikanerin diese Strecke. In einer der ruhigen Lagunen vor der Walfischbucht, kann man eines der Highlights der Küste erleben: Kajakfahren. Auf dem atlantischen Ozean, in Begleitung von großen Robben, kleinen Robben, mittelgroßen Robben und Delfinen.

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Jeanne fährt hier mit bis zu acht Touristen raus und das mit einer grenzenlosen Leidenschaft für den Sport und vor allem die Flora und Fauna herum. Wenn um 10:00h regelmäßig junge Robben von ihren Müttern in die kalte See gejagt werden, freuen sich nur die Katamarane, auf denen dekadente Champagnerfahrten buchbar sind.

Auf den simplen Kajaks ist man noch näher dran, die Robben tauchen einfach unter dem Boot durch. „Manchmal tauchen sie zu früh auf, dann drehst Du Dich schon mal“ sagt Jeanne augenzwinkernd.

Insgesamt, versichert sie aber, „ist das eine sichere Geschichte“. Die Angst der Touristen, das Meer sei zu unruhig, ist allerdings unbegründet. Vor allem am morgen, wenn der Himmel zwar noch bewölkt, aber dafür kaum ein Lüftchen weht.

Wer Walen ganz nah kommen möchte, bucht einen Trip zwischen Juli und Oktober. Walvis Bay ist nicht nur bekannt für die Trips auf den Atlantik, es ist der Umschlagplatz für Güter. Der Hafen bringt dem Auswanderer seine Möbel und dem Autohändler seine Autos. Die Salzfabrik vor der Stadt exportiert hauptsächlich nach Südafrika.

Man hat es in Walvis Bay schwer aus dem Schatten der Touristenstadt Nr. 1, Swakopmund zu treten. Doch die Vorzüge der Stadt haben nicht nur Kitesurfer bereits für sich entdeckt. Tibor Raith, Mitinhaber des Hotel Heinitzburg in Windhoek hat den Schritt nach Walvis Bay gewagt. Er übernahm ein Guesthouse nahe der Waterfront und renovierte es komplett neu.

Daraus geworden ist ein kleines Schmuckstück im europäischen Küstenstyle. Mit der „Oysterbox“ beweist Walvis Bay einmal mehr, das man für internationale Globetrotter bereit ist . Buchungsmöglichkeiten: www.oysterbox.com

17 Swakopmund

Wenn man an einem Wochenende in Swakopmund abends im „Gruniz“ versackt, merkt man, dass sich das Verhältnis von Schwarz und Weiß in Namibia längst entspannt hat. Im „grünen Kranz“, wie die Disko und das Hotel eigentlich heißt, tanzen auf dem Parkett viele Kulturen.

Swakopmund hat nach wie vor den Charme eines deutschen Ostseebads, aber dazwischen schleichen sich auch immer wieder afrikanische Rhythmen und Einflüsse ein. Man scheint einen guten Mix gefunden zu haben.

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Klar, es sprießen jetzt keine neuen Sehenswürdigkeiten aus dem Boden. Diese bleiben beständig: Der Leuchtturm ist dafür ein Beispiel. Zwischen Walvis Bay und„Swakop“ wächst allerdings etwas anderes. „Longbeach“, Langstrand bekommt Zuwachs. Immer mehr Häuser, Feriendomizile für Stadtmüde Windhoeker.

In Swakopmund kriegt man alles, was man braucht. Der Stadt fehlt es an nichts. Die Unbeständigkeit des Wetters mag für einige speziell sein, in Namibia freut man sich allerdings ja, wenn es mal etwas kühler ist.

Wer übrigens glaubt, dass Swakopmund nur aus den bekannten Straßen im Stadtzentrum besteht, täuscht sich. Richtung Henties Bay fahrend merkt man erst, dass Swakopmund wirklich eine richtig ordentliche Stadt ist.

18 Cape Cross

Noch ist es nebelig, am frühen morgen an der Atlantikküste. Dumpf aus der Ferne erklingen Schreie, sterbende Lämmer vielleicht? Über dem Kreuz hält sich hartnäckig eine Nebelschwade, ein bestialischer Gestank liegt in der Luft. So ungefähr könnte ein Krimi- oder gar Horrorroman beginnen - aber Pustekuchen. Cape Cross besucht man aus einer anderen Intention.

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Hier findet man die größte Robbenkolonie der Welt. Über 250.000 Tiere versammeln sich an den Felsen. Um sich auszuruhen und über den Tag Sonne zu tanken. Viele Jungtiere machen in der reißenden Brandung die ersten Schwimmversuche, an Land liegen die Mütter und säugen die Junggeborenen. Soweit das Auge blickt, Robben. Überall Robben.

Wenige kräftige Bullen liegen inmitten des Gewühls. Die großen Männchen sind nämlich immer nur zur Paarungszeit hier anzutreffen. Doch auch ein penetranter Gestank, bestehend aus Kot und Verwesung zeichnet den Eindruck unseres Besuches. Viele Jungtiere verhungern, da ihre Mütter nicht genügend Fisch finden und somit ihre Jungtiere nicht mehr säugen können. Viele Robbenweibchen schwimmen bis zu 60 Kilometer weit um die Fische aufzuspüren.

Cape Cross ist so beliebt bei den Robben, da der Benguela-Strom hier im Atlantik viel Plankton mit sich bringt. Das lieben wiederum die Fische und da wo Fischschwärme vorkommen, sind auch die Seerobben nicht weit.

Für Besucher lohnt sich die Besichtigung auf eigene Faust auf jeden Fall. Eine solch große Robbenpopulation ist einzigartig. Dafür sollte man auch den Gestank in Kauf nehmen. Und übrigens: Nach nur einer Stunde ist der Nebel verzogen und die Sonne scheint den Robben auf den Pelz. Das Kreuz glänzt im Sonnenlicht. Von wegen Krimi- oder Horrorroman.

19 Skeleton Coast um den Hoanib

Marslandschaft oder die Mondoberfläche? Wenn man sich tapfer über die Salzpisten der Skeleton Coast manövriert, breitet sich eine unwirkliche Landschaft aus. Kaum eine Pflanze schafft es hier zu überleben, nur die strapazierfähigsten Sträucher ragen durch den kargen Boden empor.

Genauso unwirklich erscheinen auch die unzähligen Schiffswracks, jedes einzelne kann eine tragische Geschichte erzählen. Zu hunderten liegen diese Skelette vor der Küste und nur der Sand und das Meer umgarnen die rostigen Überreste der einstigen Seefahrer.

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Eigentlich wird hier an der Skelettküste eine Illusion geraubt. Der Seefahrer steht doch eigentlich für Wagemut und Tapferkeit – dem ist aber nicht so. Der Grund für den Friedhof der Schiffe, hier im nördlichen Küstenabschnitt Namibias, ist die Furcht der Seeleute, sich weiter auf das offene Meer zu trauen. So steuerten die meisten Kapitäne ihre großen Schiffe immer in Sichtweite der Küste entlang. Das ging auch oft gut.

Es herrscht jedoch an der Skeleton Coast dichter Nebel – so verloren die Seemänner die Distanz zum Ufer und strandeten so zahlreich an der Küste. Irgendwo im Nirgendwo, ein meist tödliches Drama. Die Skelettküste mit Nebel, heftiger Brandung und unberechenbar starken Strömungen, gehört mit 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Landschaftsformationen der Erde.

Jedoch nicht nur Schiffswracks geben der Skeletton Coast ihren Namen: Auch zahlreiche Walskelette kann man hier finden. Mit einer Fläche von knapp 17.000 Quadratkilometer bietet diese Küste eine triste Vielfalt für den Betrachter. Ob Marslandschaft oder Mondoberfläche - ein Anblick, der durch seine Unwirklichkeit ganz eigene Eindrücke hinterlässt.

20 Palmwag

Wir schreiben über Palmwag, weil es sich aus mehreren Gründen lohnt über Palmwag zu schreiben. 1111Zum einen, weil es ein gutes Beispiel für die kommunalen Regionen ist.

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Palmwag, gesprochen – wach - ist echt klein und weitläufig. Eigentlich ist es gar kein echter Ort in dem Sinne. Es gibt einen kleinen Shop, eine Tankstelle (auch klein) und eine Lodge. Die Palmwag Lodge und Campsite liegt mitten in einemlandschaftlich reizvollen Gebiet, dem Damaraland.

Große Makadamia-Palmen lassen Rückschlüsse auf den Namen des Ortes zu. Aus den harten Nüssen der Palmen schnitzen Geschäftstüchtige Schlüsselanhänger, die man dann für ein paar Dollar erhandeln kann.

Palmwag hat ein kleines eigenes Naturreservat, das man an einem Tag sehr gut erkunden kann. Mit etwas Glück begegnen einem dann neben den Klassikern Oryx, Giraffe und Zebra auch Löwen und Elefanten.

100km nördlich liegt Sesfontein, wo die warmen Quellen von „Warmquell“ empfehlenswert sind. Sesfontein bildet dann den Übergang ins Kaokoveld.

21 Purros & Wüstentiere

Flip Stander hat ein Ziel: Das Zusammenleben von Mensch und Wildtier möglich zu machen. Und dafür hat er sich eine ungewöhnliche Region ausgesucht. In der nördlichen Namib-Wüste erforscht er das Verhalten von den seltenen Wüstenlöwen.

Die leben hier vereinzelt, genetisch gibt es keinen Unterschied zu „normalen“ Löwen, doch sind die Löwen des Hoanib und Hoarusib perfekt an die rauen Lebensbedingungen in einer der trockensten Gegenden angepasst.

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Auf desertlion.info kann man genau verfolgen, wo sich die Löwen gerade aufhalten. Die haben ganz schön komische Namen, heißen XPL-44 und so ähnlich. Eigentlich dient das Tracking dazu, die Gemeinde zu informieren. Die kann dann ihr Vieh gezielt wo anders hinleiten.

Stander hilft aber auch bei direkten Bedrohungen. Auf seinem Auto hat er riesige Lautsprecher installiert, die Löwen abschrecken oder anlocken sollen.

Als Andreas Kieling einmal in der Gegend war, brauchte er keine Audiosignale um Wüstenelefanten aufzuspüren. Die hat er einfach so entdeckt.

Kieling, auf der Suche nach spektakulären Bildern nahm dann die Warnung einer Elefantenkuh für eine Sekunde auf die leichte Schulter und wurde prompt angegriffen.

Ein Scheinangriff zwar, trotzdem ein bleibendes Erlebnis für den Tierfilmer aus Deutschland.

22 Twyfelfontein

Die Namen der Orte in Namibia sind so unterschiedlich und facettenreich wie die Landschaft selbst. Oft fragt man sich wenn man im Auto durch die kleinen Ortschaften heizt wie diese Namen zustande kamen. Twyfelfontain zählt wohl auch zu so einem Ort.

Doch hierzu gibt es eine überlieferte Geschichte. Ein Farmer bekam in den fünfziger Jahren eine Farm zugesprochen. Seine Farm nannte der Farmer Twyfelfontain was soviel wie „Zweifelhaftigkeit“ bedeutet.

Wenn es nämlich geregnet hatte erstrahlte sein Land im üppigen Grün – das Problem war dass es hier nur sehr selten regnet. So kam dieser Ort zu seinem Namen.

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Ob der Farmer sich damals schon denken konnte, dass sein Land irgendwann einmal zum UNESCO Welterbe benannt werden würde? Eher zweifelhaft, Twyfelfontain zählt seit 2007 zum Welterbe, den uralten Felsgravuren sei Dank.

Hier sind heute noch Zeichnungen aus der Zeit um 24.000 v. Chr. zu bestaunen. Alte Jagdtechniken sind in den Stein geritzt, genauso wie die hier schon damals lebenden Tiere dieser Region.

Die Landschaft rund um diesen historischen Fundort ist eindrucksvoll. Prächtige Felsen prägen das Bild, goldene Gräser spicken die Savannen-Täler. Twyfelfontain ist heute die Felsgravuren geprägt, doch nicht nur deswegen lohnt es sich hier einen Stop zu machen. Wie so oft wenn man durch die Ortschaften Namibias heizt.

23 Kaokofeld, Opuwo & Die Himbas

In Opuwo, der Hauptstadt des Kaokovelds wird schon deutlich, wer diese Region dominiert. Menschen mit „roter Haut“. Die Himbas sind eines der letzten Nomadenvölker der Welt und in Namibia ein begehrtes Objekt.

Nicht nur für Forscher, vor allem für fotowütige Touristen. Knipsen im Himba Dorf ist ein Trend und viele Familien heißen Besucher gerne Willkommen. Gegen ein bisschen Nahrung (am besten Maisbrei) gibt es vielerorts Einblicke in eine faszinierende Kultur.

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Der Authentizitätsgrad der Dörfer variiert von „sehr authentisch“ bis „sehr touristisch“. Am besten vertraut man dem Guide seines Vertrauens. Die eingangs erwähnte „rote Haut“ der Himba-Frauen ist eine von vielen Traditionen, die die Himba pflegen.

Sie besteht aus einem eisenhaltigen Pulver aus Steinen das mit einer Art Butter vermengt wird und dann vor Hitze und in den Nächten vor der Kälte schützt.

Auch Frisurentechnisch sind die Himba recht gut dabei. Das zeigt allein die Tatsache, dass verheirateten Frauen die Haare ihrer Brüder eingeflochten werden um sie so zu verlängern.

Rund 7000 Himba leben noch in Namibia, verteilt in einem sehr weiten Gebiet vom nördlichen Damaraland bis zum Grenzfluss zu Angola, dem Kunene.

Wie lange die Himba ihre Kultur und Tradition noch halten können ist offen. Nicht zuletzt der Tourismus bringt die westlichen Elemente in dieses so unberührte Land und negative Begleiterscheinungen wie Alkoholismus werden immer mehr zum Problem.

24 Epupa Falls

Das Land der stolzen Herero beherbergt die beeindruckenden Epupa Falls. Ungefähr 40 Meter fällt hier das Wasser steile, felsige Abhänge herab. Der Kunene führt gerade nach der Regenzeit viel Wasser und so zeichnen die reißenden Fluten ein spektakuläres Bild. Klassische Wasserfälle sind die Epupa Fälle jedoch nicht, vielmehr faszinierende kleine Stromschnellen.

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Auf einem Hochplateau bietet sich uns ein malerischer Anblick, das Kunene-Tal erscheint im üppigen Grün. In der Ferne schimmern Palmen und Baobabs im Sonnenlicht. Ein idyllischer Ort.

Sieht man dem Kunene beim Fließen zu möchte man sich umgehend im kühlenden Nass erfrischen. Die Pools oberhalb der Epupa Falls laden dazu auch ein, jedoch nicht überall darf geschwommen werden.

Der Kunene ist nämlich auch Zuhause für einige Krokodile. Wer nicht auf dem Teller der Krokos landet kann sich auch die Beine vertreten. Zwei Epupa-Trails können gewandert werden.

Vier Stunden kann man im Einklang mit der Natur hier den ganz eigenen Zauber des Glanzstücks des Hererolandes erleben. Die Epupa Falls!

25 Kamanjab

Die Stadt südwestlich des Etosha-Nationalparks kann man schon als „Durchfahrtsstadt“ bezeichnen. Oder besser als „Durchfahrtsstädtchen“.

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Es gibt ein paar Shops, die Falkenberg Garage (eine Autowerkstatt mit Pannenservice), eine Tankstelle, ein Restaurant mit Hotel und einen „Meat-Market“, wo es von Zebra über Springbock bis Giraffe ziemlich viel gutes Fleisch zu kaufen gibt.

Auf einer der vielen umliegenden Farmen arbeitet Susanna als Haushaltshilfe. Wenn Susanna beginnt von ihrer Familie zu erzählen, kommen wir Europäer ins Staunen: 72 Geschwister hat Susanna. Ein Vater. Zwölf Mütter.

Damit der Vater den Überblick behält, hat er sich ein Buch angeschafft. Dort stehen die Namen samt Geschlecht und zugehöriger Mutter drinnen. Wenn er Besuch bekommt, checkt er erst die Identität des Kindes. „Es könnte ja sonst jeder ankommen“ erklärt Susanna diesen geschickten Zug des Vaters.

Sein letztes Kind zeugte er mit 74 Jahren, „er hatte bis dahin die Kraft dazu“.

26 Etosha West

„Großer weiter Platz“ sagen die Ovambos zum Etosha Park. Eine Beschreibung, die den Nationalpark wohl perfekt beschreibt. Wer von Fernweh geplagt ist und mal Elefanten, Zebras und co. in ihrem natürlichen Umfeld beobachten möchte, kommt hier komplett auf seine Kosten.

Im Norden des Landes gelegen umfasst der Park über 4700 Quadratkilometer – Natur und Wild kann man hier in Ruhe genießen.

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Trotz hohen Besucherzahlen kann man im Park auch ein exklusives Löwen- oder Elefantenerlebnis haben. Zu weitläufig und abwechslungsreich ist das Angebot dieses Anziehungspunktes. Die Population der Elefanten liegt bei 1.500 Tieren, die Dickhäuter sind also ein beliebtes Fotomotiv.

Bis auf Büffel, Krokodil und Hippo trifft man auf jede Tierart – unvergessliche Abenteuer natürlich inklusive. Im Park gibt es vor allem in der Trockenzeit an den zahlreichen Wasserlöchern eine gute Chance Tiere zu sehen. Hier trinken dann Elefanten Seite an Seite mit Springbock und Kudu.

Wer im Park sicher übernachten möchte hat fünf Möglichkeiten. Drei der Unterkünfte im Park (Okaukuejo, Halali und Namutoni), locken die Besucher mit nächtlich beleuchteten Wasserlöchern. Hier hat man dann auch die Chance einem Nashorn oder Leopard beim Trinken zuzusehen. Den „großen weiten Platz“ zu besuchen ist und bleibt also ein absolutes Muss.

Draußen vorm Park gibt es auch unzählige Lodges, die meisten von ihnen sogar schöner als die staatlichen drinnen. Eine der interessantesten ist das Etosha-Safari Camp. Vor allem der Bar-Bereich ist spannend. Dieser ist einer klassischen „Shebeen“ nachempfunden, wie die Bars in Namibia einst hießen.

27 Etosha Ost

Auch der Osteingang des Etosha-Nationalparks lohnt. Ein klassischer Tag im Park kann für individuelle Fahrer so aussehen, wie hier beschrieben: Für uns geht es vom Osten rein ins wilde Herz des Landes in den Etosha Park.

Uns empfängt am frühen morgen eine rote Sonne – wir haben uns sagen lassen dass man morgens die meisten Tiere sehen kann. Eine Asphaltstraße schlängelt sich in den Busch. Erste Springböcke grasen am Straßenrand und schauen etwas skeptisch auf unseren Geländewagen. Dann in der Ferne erblickt unser Auge eine Herde Zebras.

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Rund 24 Tiere überqueren gemächlich nacheinander die Straße. Wir müssen warten, die Kameras klicken um die Wette. Ein Zebrastreifen mitten im Etosha. Weiter düsen wir mittlerweile über Schotter und Sand in Richtung eines Wasserlochs, vielleicht haben wir ja Glück und bekommen einen Blick auf einen Löwen.

Drei Versuche, drei Mal nichts. Kurz nach der Regenzeit auch kein Wunder, die Tiere haben genügend Wasser in kleineren Tümpeln. Nach drei Stunden Zebras und massenhaft Springböcken belustig uns eine Herde Gnus. Viele Jungtiere rennen hier um die Wette. Am Horizont knabbern ein paar Giraffen am Kameldorn rum.

Die Speicherkarten der Kameras glühen – langsam muss Entlastung her. Erstmal_ Impalla-Foto Verbot und zur knallharten Mittagssonne geht’s erst mal ins Camp, Namutoni ist das Ziel. Hier wird sich gestärkt, ein paar coole Drinks geschlürft. Um 16 Uhr knattert dann unser Jeep wieder durch die Steppenlandschaft und wieder traumhafte Motive. Dann plötzlich ein Aufschrei, Löwen auf der linken Seite maximal 20 Meter entfernt.

Stille, Kameras lösen aus und die Objektive werden ausgetauscht. Die Löwen wirken maximal entspannt. Nach 20 Minuten exklusiver Löwenschau senkt sich die Sonne langsam. Nochmal schnell an ein Wasserloch. Am Horizont berührt der rote Feuerball die Buschspitzen. Elefanten lassen sich heute nicht mehr blicken. Vielleicht aber morgen, da geht’s wieder raus.

28 Ovamboland

Rund die Hälfte von Namibias Bevölkerung lebt im nördlichen Namibia. Die meisten im Ovamboland. Das allein zeigt schon die Dimension dieser dicht besiedelten Gegend, die so anders ist, als der Rest des Landes.

Das Leben spielt sich hier nicht in der Stadt ab. Ondangwa, Oshakati oder Ongwediva sind nicht groß, aber ihr Umfeld ist riesig. Viele einzelne Dörfer, viele kleine Orte und sehr viele Menschen leben hier. Meist im Kreise der eigenen Familie, oft mit ganz individuellen Strukturen.

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Wer wirklich eintauchen will in Namibias „Durchschnittspopulation“ und zweifelt, weil er noch leichte Berührungsängste hat, dem sei das Ongula Village Homestead emfpohlen. 2012 entstand etwa 30 km nordwestlich von Ondangwa eine Lodge mit europäischem Standard, integriert in den Alltag eines kleinen Ovambo-Dorfes. Wer hier nächtigt, darf alles mitmachen. Traditionelle Mahlzeiten, die Ernte von Marula-Früchten, das Stampfen des für die Bevölkerung lebensnotwendigen Mahangu und auch das Feierabendbier, das hier „Tomba“ heißt.

Wie wichtig den Ovambo ihre Familie ist, wird schnell klar. Es gibt in dem Dorf verschiedene Bereiche. Ganz außen leben die Söhne der Familien. Sie beschützen das Dorf und überwachen auch, dass keine ungebetenen Gäste nachts ihre Schwestern besuchen. Oft leben mehrere Familien einer Familie in einem Dorf. Da verschwimmen oft Begriffe wie „Schwester“ oder „Cousine“. Frauen bekommen ihr eigenes Reich, die ersten drei Tage nach einer Geburt leben sie abgeschnitten vom Rest der Familie alleine mit dem Neugeborenen.

Auch die Aufgaben im Alltag sind klar verteilt. Die „harte Arbeit“, sagt unser Guide Eric und zeigt uns den von ihm mitaufgebauten Kraal für Rinder und Ziegen, erledigen die Männer. Die Frauen widmen sich in der Zwischenzeit mit den „leichten“ Aufgaben. Dazu zählen nach Eric die Zubereitung des Mahangu, die Ernte von Gras oder den Marula Früchten und das feine Weben der Stroh-Körbe, die hier allgegenwärtig sind.

Dass auch diese Arbeit einiges abverlangt, wird von den Männern aber immer mehr anerkannt. Nach zwei Tagen hat man sehr viel über die Strukturen dieser Kultur gelernt, die sich auch ständig in einem Paralleluniversum befindet. So offensichtlich sich hier auch moderne Elemente wiederfinden (Satellitenschüsseln, Steinhäuser, Smartphones), „wenn wir ins Haus gehen, leben wir unsere Tradition“ sagt Tate Ndihula. Er ist Senior Headman von Ohaingu, einer kleinen Region in der Nähe von Oshikongo, der Grenzstadt zu Angola.

Der Ovambostamm ist noch einmal unterteilt in kleinere Völker, die alle ihren eigenen Dialekt sprechen, sich aber trotzdem untereinander verstehen. Queen Meekulo regiert über den größten der „Sub-Stämme“. Die Ukwanyama. Und die Queen lebt standesgemäß im Palast. Kein Palast aus Gold und Protz – eher ein massiv umzäuntes Dorf. Draußen weht die Fahne Namibias und die des Stammes. Um Zutritt zum Palast zu bekommen, braucht es entsprechend Vorlaufzeit und einzuhaltende Etiketten.

Generell ist aber jeder Willkommen, der diese Etiketten achtet. Aus Respekt. Der Stamm der Ukwanyama ist ein stolzer – und das mit Recht. Sie wahren hier Kultur und Tradition – und das kommt an in der Bevölkerung. Die Queen ist ein Vorbild, besucht Aufklärungsveranstaltungen, ruft zum Wählen auf, versucht sich ansonsten aber wenig politisch zu positionieren und Einfluss zu nehmen. Bei unserem Besuch ist sie umrahmt von vielen Beratern. Die Chiefs der verschiedenen Regionen kommen oft in den Palast um mit der Queen aktuelle Probleme zu diskutieren.

Die Queen und ihr Gefolge engagieren sich, wie man das auch von europäischen Monarchien kennt, für soziale Projekte. Als hier 2009 eine schwere Flut Teile des Ovambolands abschnitt, wurde nicht lange gezögert und Hilfsprogramme initiiert.

Im Wappen der Ukwanyama spielen Löwen eine wichtige Rolle. Diese zeugen von Kraft. Kraft, die die Ukwanyama auch in Zeiten des kulturellen Umbruchs gebrauchen können. Aber man hat nicht den Eindruck, dass sich die Ukwanyama jemals von ihrer Tradition verabschieden werden, auch wenn uns der Chief heute schon mit iPad gegenüber sitzt. Wenn Sie in ihr Haus kommen, ganz gleich ob aus Holz, Lehm oder Stein, leben sie eben wieder ihre Tradition.

29 Kavango & Rundu

Im Kavango tut sich etwas – in Rundu der Hauptstadt der Region herrscht Aufbruchsstimmung. Die zweitgrößte Stadt Namibias baut und putzt sich mehr und mehr heraus. Kaum ein Fleck an dem nicht ein neues Gebäude aus dem Boden gestampft wird.

Menschen tummeln sich hier geballt auf den Straßen, verkaufen Waren und empfangen jeden Reisenden mit offenen Armen. Hier herrscht ein besonderes Klima, denn die Kavangos gelten als einer der aufgeschlossensten Stämme des Landes. Mittlerweile wurde die Kavango Region in Kavango-West und Kavango-Ost aufgeteilt.

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Mittelpunkt bleibt mit knapp 62.000 Einwohnern die Hauptstadt Rundu. Reist man jedoch hier mit seinem Vehikel über die Straßen in abgelegene Regionen, säumen rechts und links unzählige Einheimische den Straßenrand und verkaufen frischgefangenen Fisch – übrigens für den abendlichen Grill sehr zu empfehlen.

Die Hauptlebensader dieser Region ist der Okavango, ein sagenumwobener Fluss der in Angola entspringt und durch Namibia fließt bis er schließlich in Botswana im Okavango Delta endet. Der Okavango bildet gleichzeitig die Grenze zu Angola. Die Einheimischen leben von diesem Fluss durch den Fischfang, selbst das Wasser ist hier durch die langsame Fließgeschwindigkeit so rein, dass man es ohne Probleme trinken kann. Immer wieder findet man hier Äcker mit Maisplantagen.

Durch den üppigen Regen in dieser Region ist die landwirtschaftliche Nutzbarkeit für viele Menschen, neben dem Fischfang die Haupteinnahmequelle. Reisende die den Charme dieser Region und den Zauber des Okavangos erleben möchten finden in der Hakusembe River Lodge kurz vor Rundu eine idyllische Unterkunft.

Bootsfahrten sind hier sehr zu empfehlen um die Bedeutung des Flusses für diese Region nachvollziehen zu können. Mit etwas Glück kann man hier auch selber einen dicken Fisch aus dem Fluss fischen, während rechts und links ein paar einheimische Fischer mit ihren Booten ihrem Tageshandwerk nachgehen.

30 Zambesi-Region West

Einmal mit den San auf Spurensuche gehen. Wenn es nach Friedrich Alpers geht, soll das in Zukunft auch für Touristen im Bwabwata Nationalpark möglich sein. Wenn, ja wenn die Kunst des Spurenlesens überlebt. „Wir haben allein in den letzten sechs Monaten drei der besten Spurenleser verloren“ sagt Alpers und drängt: „Wir müssen jetzt handeln“.

Dabei handelt er schon. Vor sechs Jahren startete sein Programm. Alpers suchte mit dem IRDNC (Integrated Rural Development and Nature Conservation – Gemeinschaftliche Ländliche Entwicklung und Naturschutz) nach alten Khwe, ein Sub-Stamm der San, auch als Buschmänner bekannt. Er fand viele. Obwohl im Park mehr Elefanten als Menschen leben.

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Fidi, wie Friedrich von Mitarbeitern und Studenten genannt wird, möchte dem Wissen der San wieder die Anerkennung geben, die es verdient hat: „Heute zählt auch hier der Besitz eines Handys mehr als die Kenntnis über die Natur. Das finde ich schade“.

Vor Jahrzehnten war das anders. Die San waren bekannt für ihre besondere Jagdkunst. Über Stunden trieben sie das Wild, bis zur totalen Erschöpfung. Wenn sie mit einer Mahlzeit nach Hause kamen, waren sie die Helden. Heute ist das Jagen für die San im Bwabwata Nationalpark verboten. Damit verloren die „alten“ nicht nur ihre Lebensaufgabe sondern auch die Anerkennung bei der Jugend.

In Buffalo wird also auch kultureller Wiederaufbau betrieben. Noch finden die „Trackings“ nur alle paar Wochen statt. Dann kommen etwa zehn junge Menschen und lernen praktisch von den „Meistern“ oder „Doktoren“, wie Fidi sie gerne nennt: „Nur weil sie nicht lesen und schreiben können, heißt das ja nicht, dass ihr wissen weniger groß ist als das eines Professors oder Arztes in Deutschland. Also können wir doch von Doktoren sprechen“.

Die Universität in Buffalo sieht allerdings ganz anders aus, als in Berlin. „Guck mal hoch, der Himmel ist unser Dach“, sagt Fidi und ergänzt „schön, oder?“. Ja, der namibische Campus in der Zambesi-Region ist tatsächlich schön. Hohe Bäume, ein dichter Busch und viel Wasser. Das Zentrum der Spurenleser-Schule liegtdirekt am Kavango, an einem Ort der früher Schauplatz eines blutigen Krieges war.

Rund 20.000 Militärs waren vor Namibias Unabhängigkeitskampf hier stationiert. In den Kampf zwischen Namibia, Angola und Südafrika waren auch die San eingebunden. Ohne das sie es wollten. Die südafrikanischen Truppen nutzten als einzige die Kunst des Spurenlesens. Auch deshalb haben die San heute noch Probleme in Namibia auf genug Akzeptanz bei der Regierungspartei SWAPO zu stoßen. Previous Disadvantaged People (PDP) nennt man die Khwe deshalb.

Damit sich die San in der modernen Welt wieder zurecht finden können, sucht Alpers nach Möglichkeiten. Der Tourismus könnte nach ihm dabei eine entscheidende Rolle spielen. „Die Leute wollen heute im Urlaub Nachhaltigkeit erleben und sie suchen auch den Kontakt zu den Menschen“. Stichwort: Eco-Tourismus. In punkto Jagd gibt es schon Teilerfolge. Die Khwe dürfen mit denjenigen zur Jagd gehen, die für einen Elefantenabschuss schon mal 40.000 US$ blechen. Geld, das sofort den Gemeinden zugute kommt.

Das Training Centre fürs Tracking soll auch helfen. Fidi Alpers träumt von einem großen Ort. „Es gibt so viele interessierte von denen man dann auch wieder etwas lernen kann. Der Platz hier soll für alle da sein, hier soll Tradition und Moderne in Verbindung kommen und Wissen ausgetauscht werden.“ Das Projekt wird unterstützt vom WWF und dem Umweltministerium, doch ohne Sponsoren wird es wohl nicht langfristig existieren können. Sie als Leser sind somitpotenziell auch aufgefordert zu helfen.

31 Zambesi-Region Ost

Schon rein touristisch betrachtet bietet der Bwabwata Nationalpark so einiges. Spannende Tiererlebnisse inklusive. Egal ob man auf dem Community-Campingplatz „Nambwa“ übernachtet und einem Nilpferd namens „Matthew“ eventuell unbequem nahe kommt, oder in der gehobenen „Namushasha Lodge“ einen ruhigen Blick auf den See genießt. Man ist der Natur sehr nah. Vielleicht ist das hier der wildeste Teil Namibias.

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Darüberhinaus gibt es in der Zambesi-Region aber noch andere spannende Projekte. Zum Beispiel: KAZA. Der viel zitierte „Mega-Park“ für Elefanten. Vor einigen Jahren unterschrieben die Präsidenten von Botswana,Namibia, Angola, Simbabwe und Zambia ein abkommen um Grenzen für Elefanten zu öffnen.

Jetzt können sie die natürlichen Wanderwege ohne Hindernisse bestreiten. Nicht ganz ohne. Denn nicht selten kommt es zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. Klar, die Bauern in den ländlichen Regionen des Parks fühlen sich bedroht, schließlich lieben die Dickhäuter ebenso Mais wie die menschlichen Bewohner.

Um zu verhindern, dass das töten der Tiere der letzte Ausweg ist, gibt es verschiedene Mittel die Elefanten von den Feldern fernzuhalten. Vuvuzelas. Was schon Europas Fußballfans während der WM 2010 in Südafrika in den Wahnsinn getrieben hat, mögen Elefanten auch nicht. Deshalb hört man bei einer potenziellen Gefahr öfter das Summen der Riesentröten.

Chili-Bomben. Eine sehr neue aber unheimlich effektive Lösung scheinen sogenannte Chili-Bomben zu sein. Hierbei wird Elefanten-Dung mit Chilipulver gemischt und getrocknet. Oben wird eine Mulde eingearbeitet, in die im Ernstfall Kohle gefüllt werden kann. Sind die Elefanten zu nah, zündet man den Mix aus Dung und Chili an. Ein ziemlich beißender Duft muss dann in der Luft liegen. Den können die Giganten gar nicht gut riechen.

Der Klassiker um Elefanten fernzuhalten ist nach wie vor der gute alte Kraal aus Holz und Busch. Doch wer schon mal eine Begegnung mit einem Elefant hatte, kann sich denken, dass sich so ein Riesentier nicht abhaltenlässt, wenn es richtig hungrig ist. Insofern ist dann so eine Chili-Bombe vielleicht doch effektiver.

Erlebnisse mit Elefanten sind im Bwabwata Park fasst garantiert. Vor allem am „Horseshoe“, einer traumhaft schönen Schneise des Kwando-Flusses, trifft man fast immer auf Elefanten. Man kommt ihnen beinahe sogar zu nah.

Schließlich sind viele Elefanten hier nicht an Autos gewöhnt. Gerät man in eine Herde muss man aufpassen. Viele Kühe mit jungen sind not really amused, wenn man mit seinem 4x4 einfach so durch heizen möchte. Daseinzige Rezept in so einem Fall heißt Geduld und Ruhe behalten. Und den Moment genießen, wenn man das Gefühl hat, wirklich Teil der Wildnis zu sein.

32 Kasane & Chobe Park (Botswana)

Egal ob Krokodile, Büffel oder Herden von Elefanten. Im Chobe Nationalpark werden die Speicherkarten der Touristen vollknipst. Allerdings gibt es nicht nur massig Elefanten sondern auch unzählige 4x4’s die mit Reisenden den Park erkunden.

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Die Tiere sind an die vielen Menschen gewohnt und so kommt es vor, dass mitten im Busch auf der Straße eine Löwen-Mama mit Kindern gerade einmal fünf Meter am Auto vorbeistolziert. Der Park ist zudem für die hohe Elefantenpopulation bekannt.

Botswana hat insgesamt die meisten Elefanten im südlichen Afrika, davon treiben sich rund 100.000 Dickhäuter alleine im Chobe Nationalpark rum. Fluch und Segen zugleich, für viele Touris sind die Kolosse ein beliebtes Fotomotiv. Für die Artenvielfalt im Park sind sie jedoch ein Problem. Die Elefanten sorgen nämlich dafür, dass viele andere Arten nicht mehr genügend Rückzugsmöglichkeiten haben.

Büsche werden komplett verspeist oder entwurzelt, sodass es beispielsweise kleineren Antilopen nicht mehr möglich ist, sich vor Raubkatzen zu verstecken. Grund dafür ist die neue Anti-Jagd Politik von Botswana, wo das Jagen grundsätzlich verboten ist.

So oder so lohnt es sich hier die Kamera glühen zu lassen, egal ob ein geführter Game Drive oder im eigenen Vehikel, vier der fünf Big Five sollte man ablichten können.

Empfehlenswert ist auch eine Besichtigung von der Waterfront aus. So düst man mit einem Boot über den Chobe und kann sehr gut Krokodile und Hippos antreffen. Da nimmt man auch in Kauf, dass ein paar mehr Touris auf Geländewägen unterwegs sind.

33 Victoria Falls (Zimbabwe)

Klären wir zunächst warum die Victoria-Fälle, Victoria-Fälle heißen. Also. Da wäre David Livingstone. Anfang des 19. Jahrhunderts war er der erste Europäer, der die Wasserfälle gesehen hat. Weil er stolzer Brite war, benannte er sie nach der damaligen Queen Victoria.

So schnell ist ein Name erklärt, der eigentlich gar nicht passt. Die Kosola, ein Stamm aus Simbabwe, haben einen viel passenderen Name gefunden. Sie nennen die rauschenden Fälle nur „Mosi-oa-tunya“, was zu Deutsch ungefähr so etwas heißt wie „donnernder Rauch“.

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Vor allem nach der Regenzeit, wenn jede Sekunde 10.000 Kubikmeter Wasser die 100m tiefe und 50m breite Schlucht herunterprasselt, verwandeln sich die Aussichtspunkte in einen dichten Urwald in dem man außer weißer Gischt nicht viel sieht und sein eigenes Wort kaum versteht.

Einen Überblick bekommt man wohl erst aus der Luft. Aber nach 30US$ Visum und weiteren 30US$ Eintritt, sind uns 150US$ für 15 Minuten Flug über die Falls dann doch ein wenig zu viel. Zu Boden ist das Spektakel allerdings nicht minder aufregend.

Obwohl man dieser Tage wenig sieht, spürt man die Naturgewalt. Man wird nämlich ziemlich nass. Kleiner Tipp: Wenn einem ein Regencape angeboten wird – auf jeden Fall nehmen! Egal wie blöd man damit aussieht. Wir haben natürlich keines genommen.

Die meisten Besucher der Victoria Falls kommen aus Botswana eingereist. Von Kasane aus kann man beispielsweise mit Janale-Tours easy einreisen. Selbstfahrer müssen dagegen sehr viel beachten. Extra rote Streifen am „Hinterteil“ des Fahrzeugs und ein Feuerlöscher ist Vorschrift.

Außerdem kostet die Einreise nach Simbabwe auch für das Auto Geld, ebenso die Wiedereinfahrt nach Botswana.

So kompliziert sind sie in Namibia nicht. Wer aber sowieso Urlaub in der Zambesi Region macht, dem sei der Abstecher zu den Wassermaßen ans Herz gelegt. Übrigens: Victoria Falls ist nicht nur der Name der Wasserfälle.

Victoria Falls ist auch eine Stadt im von Robert Mugabe so ziemlich an die Wand gefahrenen Simbabwe. Rund 200.000 Menschen leben hier. Das ist erstaunlich groß für eine Stadt, deren Haupteinnahmequelle eben jene Falls sind.

34 Okavango Delta (Botswana)

Durch gefühlt unendlich viele Naturdokumentationen ist fast jedem das Okavangodelta ein Begriff. Hier entstehen fast schon unwirkliche Bilder von schwimmenden Elefanten, Antilopen die im Wasser rumstapfen und riesigen Büffelherden. Jedoch aus der Luft offenbart sich erst die Größe und Pracht dieses Naturschauspiels.

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Unzählige kleine Rinnsale bahnen sich hier den Weg durch das saftig grüne Gras. Wiederum unzählige Tierpfade ziehen sich wie Adern hier auf dem Boden entlang. Das Delta des Okavangos mündet im nördlichen Botswana, der Großteil der Wassermassen versickert und verdunstet hier.

Rund 20.000 Quadratkilometer ist das Delta groß und bietet dem Tierreich eine üppige Nahrungsquelle. Birder reisen gerne hierhin, denn knapp 450 Vogelarten tummeln sich hier. Doch auch einzigartig große Büffelherden hinterlassen hier ihre Spuren, genauso wie Elefanten und Flusspferde. In der Region selbst gibt es vereinzelt Luxus-Lodges die teilweise nur mit kleinen Flugzeugen zu erreichen sind.

Menschen lebten hier auch einmal, jedoch durch die hohe Gefahr an Malaria zu erkranken machte das Überleben unmöglich. Heutzutage sind keine einheimischen Stämme mehr hier Zuhause. Angler lieben ebenfalls das Okavangodelta, der große Fisch lässt sich hier mit etwas Glück nämlich aus dem Wasser ziehen.

Wer sich also mal einen Überblick über diese Region verschaffen will kommt an einem Rundflug über das Delta nicht vorbei. Mit einer Cessna kann man schon für 60 Minuten bei Major Blue Air einen unvergesslichen Flug erleben - Das auch noch für einen bezahlbaren Preis. Danach kann man auch auf weitere Naturdokumentationen über diese prachtvolle Region verzichten.

35 Dobe, Grenzübergang

Botswanas Straßenverhältnisse sind wirklich ein bisschen schlechter als die von Namibia. Zwischen Gweta und Maun und Maun und Dobe kann einem schon das ein oder andere Schlagloch überraschen. „Koreanische Bauweise“ sagt uns ein Polizeibeamter, verzweifelt ob der mageren Qualität des Teers.

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In Dobe existiert eine der (da sind wir uns ziemlich sicher) unbekanntesten Grenzübergänge der Welt. Nach 120km auf einer vom Regen schmierigen Piste, führt rechts ein zu Beginn ausgesprochen kleiner Weg zur 10km entfernten Grenze. Für Touristen definitiv nicht ohne Hilfe zu finden.

Kein Wegweiser oder irgendwas, das einem helfen könnte. Fragen hilft. Und sich dann nicht vom unwirklich in die Landschaft gerodeten Weg in die Irre führen lassen.

Instinktiv will man hier umdrehen. „Das kann nicht der richtige Weg sein“ ist das irritierende Motto dieser Straße. Aber: Es ist der richtige Weg. Von hier aus kann man bis 15:30h nach Namibia zurückreisen. Ist man ein paar Minuten zuspät, muss man vor dem Tor schlafen. Da sind die Grenzposten beider Seitenstreng.

Gleichzeitig braucht man sich aber vor mangelnder Gastfreundschaft nicht fürchten. Die Angestellten der ansässigen Polizei und des Veterinäramts bieten einem an, im umzäunten Camp zu nächtigen. Und das ist auch ein ziemlich spezielles Erlebnis.

36 Tsumkwe

Offiziell nennt man Tsumkwe eine „Ansiedlung“. Ne’ offizielle Einwohnerzahl gibt es nicht, aber man vermutet in Tsumkwe so 500 Leute, das Einzugsgebiet besteht aus 8000 Menschen.

Besonders bekannt ist Tsumkwe durch die San, die einen hohen Teil der Bevölkerung darstellen.

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Schauspieler Ludger Pistor erzählt gerne von seiner „Tsumkwe-Erfahrung“, als er sich vor gut zehn Jahren mit einem Guide auf die Suche nach einem authentischen San-Dorf gemacht hat.

Gefunden hat er es unweit von Tsumkwe und gestoßen ist er auf interessante Rituale. „Es gibt dort keine Handleser, dafür Steineschmeißer“ sagt der Schauspieler, der dem deutschen Fernsehpublikum als Klaus Krapp in der RTL Serie „Balko“ vertraut wurde.

Und so wurde ihm also von einem San die Zukunft vorhergesagt. Was genau wurde ihm prophezeit? „Jagdglück. Der Mann hat gesagt ich habe jetzt Jagdglück“. Damit konnte Pistor mal so gar nichts anfangen. Schließlich war er nie ein Fan der Jagd.

Und trotzdem. Wenige Stunden später wurde die Prophezeiung war, als der Wahlberliner den ersten Hahn überfuhr. Es folgten noch einige Beinah-Unfälle mit Schlangen und Rindern. Zu dem Zeitpunkt war dann auch klar, was mit Jagdglück gemeint war.

37 Otavi & Otjiwarongo

Otjiwarongo wirkt umrahmt von Outjo, Otavi, Grootfontein, Tsumeb oder Omaruru wie das stolze Oberhaupt. Herausgeputzt mit hohen Bäumen, netten Kirchen und modernen Einkaufsmöglichkeiten, ist es nicht nur Dreh- und Angelpunkt für lokale Fernreisende, sondern auch die sogenannte Hauptstadt der Geparde. Denn das Umland ist bekannt für die außergewöhnlich hohe Population.

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Vielleicht profitiert auch Otavi davon. Dieser Ort ist im Vergleich zu Otjiwarongo einer mit provinziellem Charakter. Rau und ohne Highlights. Und trotzdem lohnt essich hier zu bleiben.

Das Garden Hotel wirkt wie eine Oase in dieser unwirklichen Stadt. Etwas rustikal geht es hier auch zu, wenn Gastgeber und Gäste an der Bar Fussball und Rugby schauen. Die Zimmer dagegen sind so ausgestattet, dass sich ein Europäer wohlfühlt.

Im Norden von Otavi liegt Grootfontein, besonders bekannt für seine Felder. Sonnenblumen, Mais und Luzerne für die Trockenzeiten werden hier angebaut,einen relativ großen Meteorit kann der Interessierte auch finden.

Nordwestlich liegt Tsumeb. Die einstige Minenstadt befindet sich auch eher noch auf der Suche nach einem Image.

38 Erongo-Gebirge

Das Erongogebirge bietet eine einzigartige Vielfalt an Felsformationen. Manchmal scheint es fast so als hätte hier ein Designer große Brocken aus Granit extra für Durchreisende drapiert.

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Dem ist natürlich nicht so. 170 Millionen Jahre alt sind die Felsen und Gebirgsformationen, durch die äußeren Einflüsse der Natur formten sich im Erongogebiet runde, ovale, eckige oder abgeschliffene Felsen. Besonders spannend zu beobachten ist die Entstehung des Gebirges, denn durch Vulkanismus wurde hier die Grundformation der Region geformt.

Manche Farmer hören heute noch kanoneschlag laute Explosionen. Natürlich ist hier kein Vulkan mehr aktiv. Der Grund für die lauten Explosionen, sind große Felsen die auseinander sprengen. Die Natur und die Erosion bringen hier die härtesten Felsschichten an ihre Grenzen.

Mittlerweile ist rund um das Erongogebirge auch wieder viel Wild anzufinden. Zebras, Oryx und Kudu gehören bei einem Game Drive zu sicheren Fotomotiven. Auch verlorene Tierarten sind hier wieder anzutreffen. Das Spitzmaulnashorn zum Beispiel ist durch das „Erongo Mountain Rhino Santury Trust“ wieder in dieser Gegend anzutreffen.

Ein spannendes Projekt: alle teilnehmenden Farmen haben sich zum Ziel gesetzt, heimische Tierarten wieder anzusiedeln. Dazu zählen vor allem das Spitzmaulnashorn aber auch Elands, Giraffen und Strausse.

Wer die Natur im Erongogebirge vollends genießen will und gleichzeitig ein Pferdenarr ist fühlt sich auf Otjohotozu komplett wohl. Die Gästefarm bietet einmalige Hicking Trails, Game Drives und die besonders zu empfehlenden Reitausflüge an. Der Gast kann hier in familiärer Atmosphäre die Schönheit des Erongos genießen. Mehr Infos unter www.otjohotozu.com

39 Hochland um Midgard

Das Tal des Swakop Flusses inmitten der Otjihavero-Berge nördlich des internationalen Flughafens, ist so etwas wie ein kleiner Geheimtipp. Namibia zeigt sich hier von einer sehr typischen Seite. Hügelig fährt es sich über die D2102, eine wunderschöne Route auf der einem Oryx, Zebras, jede Menge Paviane und anderes Wild begegnen kann. Die spektakuläre Landschaft lädt eigentlich gerade dazu ein hier seine Namibia-Reise zu beginnen und somit direkt von der schönsten Seite Namibias begrüßt zu werden.

Damit Namibia keine zu große Umgewöhnung für Touristen wird, wurde vermutlich das Midgard Country Estate so konzipiert, wie es nun da steht. In mitten der faszinierenden Landschaft steht eine Anlage, die sich größentechnisch nicht hinter Ressorts und Club-Hotels in Europa verstecken muss.

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Eigentlich sieht es hier aus, wie auf einem riesigen Reitstall. Man wollte aber wirklich alles anbieten. Kegeln, 4x4 Strecken, Tennis, Riesen-Schach, ein Schwimmbad, noch ein zweites Schwimmbad (falls das erste gerade zu voll ist) und sogar ein Amphitheater gibt es. Für letzteres hat Managerin Tanja Bedford bis heute noch keine Verwendung gefunden. In Midgard können 140 Menschen untergebracht werden, das Amphitheater bietet Platz für 300.

O&L Leisure, die Eigentümer dieses Mega-Hotels hatten auf jeden Fall interessante Ideen. Wer es privat, einsam und ruhig mag, der ist hier vermutlich an der falschen Adresse – obgleich die Lodgebetreiber wohlwissend Sauna und Entspannung versprechen. Die Radfahrer, spielende Kinder, Adrenalin-Junkies und Schwimmer überwiegen aber - so dass ein Ausflug hierhin eher etwas für diejenigen ist, die bereits Center-Parcs Erfahrung mit sich bringen und keine Kämpfe und das dickste Mountainbike fürchten.

Einen Kampf ums Buffet gibt es übrigens nicht. Bei einem exzellenten Stück Eland und einer riesigen Auswahl an weiteren Speisen kann man sich dann gepflegt über das erlebte austauschen und für sich überlegen ob man das Highlight in der Hotelanlage oder um das Swakop-Tal herum ausgemacht hat.

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